ICOR Organizational Resilience Framework

ICOR’s Organizational Resilience Framework – Der globale Standard für Widerstandsfähigkeit und Sicherung der Geschäftserfolge

Das ICOR Organizational Resilience Framework ist ein umfassender, weltweit anerkannter Standard zur Förderung von Organisationen, die handlungsfähig und widerstandsfähig bleiben wollen, vor allem in Zeiten kontinuierlicher Unsicherheit. Durch seine klar strukturierte Dimensionierung, starke Handlungskomponente sowie anerkannte Assessments und Zertifizierungen bietet es Unternehmen ein fundiertes Werkzeug zur nachhaltigen Sicherung von Geschäftserfolgen. Ein systematischer Ansatz, der darauf abzielt, Unternehmen und Institutionen befähigen, Risiken proaktiv zu managen, sich schnell an Veränderungen anzupassen und nachhaltige Geschäftserfolge zu sichern.

Drei zentrale Dimensionen

Das Framework basiert auf der Norm ISO 22316 „Security and Resilience – Organizational Resilience Principles and Attributes“ und umfasst eine strukturierte Gliederung in drei Schlüsselbereiche.

Leadership & Strategy (Führung & Strategie)

  • Shared Vision: Einheitliches Verständnis von Sinn, Vision und Werten
  • Understands Context: Kenntnis sowohl der internen als auch externen Rahmenbedingungen
  • Effective Leaders: Vertrauenswürdige, befähigte Führungskräfte, verteilt auf allen Ebenen

Culture & Behaviors (Kultur & Verhalten)

  • Healthy Culture: Werte, Kreativität und offene Kommunikation gefördert
  • Shares Information: Wissen wird geteilt, Lernen ist gewünscht
  • Continually Improves: Stetige Leistungsüberwachung und Verbesserungsorientierung

Preparedness & Managing Risk (Vorbereitung & Risikomanagement)

  • Available Resources: Ressourcen sind verfügbar und adaptiv
  • Manages Risk: Ganzheitliches Risikomanagementsystem
  • Manages Change: Fähigkeit, Veränderungen zu antizipieren und proaktiv zu begegnen

Neun Strategien, unterhalb der drei Dimensionen

Jede Dimension gliedert sich in drei spezifische Strategien. Diese dienen als konkrete Ansatzpunkte, um die Resilienz gezielt zu erhöhen, etwa durch Stärkung von Führungsqualitäten, Verbesserung der Kultur oder Ausbau der Risikovorsorge.

Sechs charakteristische Verhaltensweisen

Diese Verhaltensweisen zeigen, wie sich widerstandsfähige Organisationen vom „Gut-Geführten“ zum „Widerstandsfähigen“ unterscheiden:

  • Adaptive and Flexible: Anpassungsfähig, offen für Neuerungen
  • Resourceful, Creative & Innovative: Kreativ im Umgang mit Herausforderungen
  • Inclusive & Collaborative: Partizipativ und vernetzt
  • Prepared, Robust & Redundant: Gut geplant und mit Puffer ausgestattet
  • Aware & Reflective: Aufmerksam und lernorientiert
  • Diverse & Integrated: Divers aufgestellt und integriert

Integration von Disziplinen

Zusätzlich betont das ICOR-Framework, dass es zwölf zentrale Managementdisziplinen gibt, von Krisenmanagement, ICT-Kontinuität, Supply-Chain-Management, über Informationssicherheit bis hin zu Compliance, die nicht isoliert, sondern systematisch integriert wirken müssen.

Warum ist das ICOR-Framework ein globaler Standard?

  • Strukturierter, systemischer Ansatz: Mit klar definierten Dimensionen, Strategien und Verhalten bietet es ein robustes Fundament für resilienteres Handeln.
  • Internationale Anerkennung: Basierend auf ISO 22316 und selbst als globale Referenz angesehen.
  • Praxisorientierte Nutzung: Über 75 Fähigkeiten, 15 Strategien und 6 Verhaltensweisen werden im ORCA-Tool messbar gemacht.
  • Anerkennungssystem (ORCA): Organisationen, die den Assessment-Prozess durchlaufen, können sich mit 1 bis 3 Sternen Anerkennung verschaffen, einschliesslich offizieller Logos und Zertifikate gültig für drei Jahre.
  • Ausbildung & Zertifizierung: Fachleute können entlang dieses Rahmens zertifiziert werden, wahlweise disziplinbasiert oder kompetenzbasiert.

Vorteile bei der Umsetzung

  1. Ganzheitlicher Ansatz
    Bezieht Strategie, Führung, Kultur, Risikomanagement und Ressourcen ein → deckt alle wesentlichen Bereiche organisationaler Resilienz ab.
  2. Globale Anerkennung & ISO-Bezug
    Stützt sich auf ISO 22316 → schafft internationale Vergleichbarkeit und Akzeptanz.
  3. Messbarkeit & Benchmarking (ORCA)
    Mit dem Organizational Resilience Capability Assessment (ORCA) können Unternehmen ihre Resilienz objektiv messen, vergleichen und verbessern.
  4. Integration unterschiedlicher Disziplinen
    Bindet Themen wie Krisenmanagement, Business Continuity, Supply Chain, Compliance und Informationssicherheit zusammen → vermeidet Silos.
  5. Förderung von Lern- und Innovationskultur
    Legt Wert auf offene Kommunikation, Wissenstransfer und kontinuierliche Verbesserung → stärkt Agilität.
  6. Praxis- und umsetzungsorientiert
    Gibt konkrete Strategien, Verhaltensweisen und Tools vor → nicht nur ein theoretisches Modell.

Nachteile bei der Umsetzung

  1. Komplexität & Ressourcenaufwand
    Umsetzung erfordert Zeit, Personal und finanzielle Mittel → kleine oder mittelständische Unternehmen könnten überfordert sein.
  2. Nicht sofortige Resultate
    Resilienzaufbau ist ein langfristiger Prozess → keine „Quick Wins“.
  3. Anpassungsbedarf je nach Branche
    Obwohl global standardisiert, müssen Unternehmen das Modell branchenspezifisch adaptieren, was zusätzlichen Aufwand bedeutet.
  4. Gefahr von „Checklisten-Mentalität“
    Wenn das Framework nur als Audit- oder Zertifizierungsinstrument genutzt wird, verliert es an Wirkung.
  5. Abhängigkeit von Führung & Kultur
    Ohne gelebte Führungskompetenz und offene Unternehmenskultur bleibt es Theorie.

Herausforderungen bei der Umsetzung

  1. Verankerung in der Unternehmenskultur
    Resilienz verlangt eine Mindset-Änderung bei Führungskräften und Mitarbeitenden → das ist oft der schwierigste Schritt.
  2. Top-Management-Commitment sichern
    Ohne aktive Unterstützung von Vorstand / Geschäftsführung wird das Framework nicht nachhaltig umgesetzt.
  3. Integration verschiedener Disziplinen
    Viele Organisationen arbeiten in Silos → das Framework erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit, die nicht selbstverständlich ist.
  4. Balance zwischen Effizienz & Resilienz
    Unternehmen wollen schlank und effizient sein, Resilienz verlangt aber oft Redundanzen, Puffersysteme und Reserven
  5. Messung immaterieller Faktoren
    Aspekte wie Kultur, Leadership und Zusammenarbeit sind schwer messbar → erfordern qualitative Einschätzungen neben quantitativen KPIs.
  6. Globale Unterschiede
    Internationale Organisationen müssen regionale kulturelle Unterschiede berücksichtigen → das Framework ist zwar global, aber Umsetzung ist lokal unterschiedlich herausfordernd.

Fragen

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